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Archive for September, 2008

SNAP auf dem PC Ware Grafik Event 2008

Paul Hörbelt

Ein Interview zu der Frage, was sich hinter dem Begriff “Redaktionssystem” verbirgt, wie Redaktionssysteme Kreativ- und Produktionsagenturen bei der Workflowoptimierung unterstützen können und warum sie den kreativen Prozeß nicht einengen.

Interview

Auch meine Kollegen Niels Hufnagl und Jörg Schollmayer standen den Besuchern Rede und Antwort

Auch meine Kollegen Jörg Schollmayer und Niels Hufnagl standen den Besuchern des PC Ware Events Rede und Antwort.

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Lukullus

Gestern saß ich bei einem Kunden, um ein Script anzuzupassen (CrossCheckin - InCopy-Dokument von Publikation A in Publikation B einchecken mit Ersetzung der Stilvorlagen etc.). Da sagt der Systemadministrator: “Ich weiß, du programmierst so langsam, weil du hier noch essen willst.”
Hm. Wahr ist, dass ich meine Termine so lege, dass ich da in die Kantine gehen kann. Ich spreche von der Zeit. Die hatte früher eine legendär schlechte Kantine, aber seit ein paar Jahren kommt das Essen vom Spiegel, und es ist hervorragend.
Neulich war ich bei einem Kunden, wo wir schon kurz vor 12 in die Kantine gingen (”weil es danach zu voll wird”). Es gab Cordon Bleu mit Pommes. Die Pommes Frites ungesalzen. Dafür stand da eine große Schale mit Salz und einem Esslöffel.
Aber man ist froh, wenn es überhaupt die Möglichkeit gibt, was zu essen.
Ich hatte mal ein Projekt in Österreich bei einem großen Verlag. Das ging über mehrere Monate. Das Verlagshaus stand auf der grünen Wiese, also kein Restaurant weit und breit und statt einer Kantine gab es nur einen Automaten mit Süssigkeiten. Das war hart. (Dafür hatten die mich in das mit Abstand beste Hotel gesteckt - mit Drei-Länder-Blick, aber das ist ein Thema für ein anderes Mal.)
Das andere Extrem erlebte ich bei einem kleinen Verlag, auch in Österreich. Da wurde ich quasi adoptiert und durfte jeden Mittag in der guten Stube des Verlagsleiters mit Frau, Kinder und Oma Mittag essen. Sehr angenehm.
Fazit: Wer Projekte macht, sollte immer damit rechnen, hungrig zu bleiben.
Übrigens habe ich dann doch noch eine Weile an dem Script arbeiten müssen, obwohl es zwischendurch ein gutes Lachsfilet zu essen gab.

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Veranstaltungsreihe: Outtakes

„So ein kleines Video, das produziert man doch sicher in ein, zwei Stunden,” denke ich laut und ernte dafür skeptische Blicke von Thorsten, dem Bild- und Tontechniker. Und so sitzen wir auch den halben Tag vor der Kamera, ändern den Text ungefähr 20 mal, bis auch Thomas Schmitz nicht mehr genau weiß, was er eigentlich vorlesen soll.

Das Ergebnis kann sich dennoch sehen lassen, wie ich finde. Nur meine Kalkulation der benötigten Arbeitszeit war wohl etwas daneben. Dafür haben wir nun neben dem eigentlichen Video auch noch eine Menge unterhaltsamer Outtakes bekommen.


Mal sehen, wieviele Outtakes wir während den Veranstaltungen dann zusammenbekommen.

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Veranstaltungsreihe: Die Vorbereitung

„Ein kleines Video bräuchte man noch,” finden wir, als wir uns über die geplante Workshopreihe „Best 4 Corporate Publishing” unterhalten, „am besten eines, das von Herrn Schmitz gesprochen wird.”

Das kann ja nicht so lange dauern, also reservieren wir uns einen Vormittag, besuchen Herrn Schmitz in seiner Agentur, bauen Stativ und Kamera auf und legen einen Text vor, der uns allen schriftlich gut gefallen hat. Schmitz beginnt und nach wenigen Minuten ist klar: So funktioniert das nicht. Der Text ist zu lang, es fehlt die Pointe.

Eine halbe Stunde später. „Immerhin haben wir genug Outtakes fürs Blog zusammen,” fasse ich die bisherigen Ergebnisse zusammen, „und Übung beim Vorlesen hast du jetzt auch.”

Wir streichen einiges zusammen, versuchen, die Aussagen etwas pointierter zu formulieren. Eine weitere halbe Stunde vergeht, dann wagen wir einen neuen Versuch. Es scheint zu klappen. Schmitz ist in Hochform. „Oh Mist, der iMac ist im Bild.” Also nochmal.

Nach weiteren zehn Minuten haben wir wieder einige Outtakes zusammen, aber noch immer kein Video für die Website.

„Vielleicht sollten wir noch ein bißchen Bullshit-Bingo einbringen!” Eine grandiose Idee! Einfach ein paar von den Sätzen, die keiner mehr hören kann, in die Ansprache einbauen. Workflow Optimization, Production Cost minimizen, Total Quality Output. Irgendwie möchte ich gerne noch das Wort leveragen reinbringen, aber das passt nicht ins Konzept. „Wir müssen das Ganze aber noch auflösen, sonst glauben die Zuschauer vielleicht am Ende gar, dass wir so einen Unsinn ernst meinen. Schließlich gibt es ja durchaus einige Menschen in der Branche, die wirklich so reden.” Der Kameramann hat Recht. Aber die Pointe ist natürlich nur halb so lustig, wenn sie erklärt wird.

Am Ende entscheiden wir uns dafür, mit dem Satz „die Antworten auf deutsch erfahren sie im Workshop” und ich glaube, die feine Ironie, dass wir das Wort Workshop benutzen, fällt in diesem Moment nur mir auf.

Für mich war es die erste Videoproduktion. Und nun verstehe ich auch, warum selbst ein kurzer Clip in der Produktion so viel Zeit verschlingt. Nächstes Mal werde ich auf jeden Fall mehr Zeit einplanen, damit wir die Audiospur getrennt aufnehmen können.

Outtakes folgen kommende Woche.

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