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Archive for August, 2008

iPhone-Update: 2.0.2

In der Vergangenheit war ich nicht immer zufrieden mit dem iPhone 3G. Die Anwendungen reagierten etwas träge, Adressbucheinträge wurden gelöscht und Safari stürzte häufig ab.

Die erste große Verbesserung kam dann mit dem Update auf Version 2 der Firmware. Aber so ganz perfekt war es immer noch nicht. Ich habe in meinem Telefonbuch etwas mehr als 2000 Adressen, die ich in mehrere Gruppen eingeteilt habe (SNAP, Privat und alle). Und auch nach dem Update dauerte es recht lang, bis die Anwendung initialisiert wurde und ich nach der anzurufenden Nummer suchen konnte.

Heute morgen begrüßt mich iTunes mit der Meldung, dass es eine neue Softwareversion gebe. Es ist nun nicht so, dass mein Herz sofort einen großen Sprung macht, wenn irgendwo ein Bugfix verfügbar ist, aber die Hoffnung auf ein perfektes iPhone ist natürlich groß. Ebenso wie die Sorge, dass nun alles noch schlimmer wird.

Ich lasse das Update einspielen, während ich zu einem Termin gehe. Man soll sich ja nicht verrückt machen, indem man ständig auf den Fortschrittsbalken schielt. Wie lange also iTunes beschäftigt ist, kann ich nicht sagen, aber als ich zurück an den Schreibtisch komme, begrüsst mich eine Fehlermeldung: Die Anwendung Last.fm konnte nicht übertragen werden, weil ein unbekannter Fehler aufgetreten ist. „Das ist doch mal eine aussagekräftige Fehlermeldung”, denke ich mir, während ich das Programm lösche. Es hat sowieso nie richtig funktioniert.

Dann der Neustart. Erste Erkenntnis: Das Eingeben der PIN geht deutlich besser. Also klappe ich das Adressbuch auf – und bin begeistert: In wenigen Sekunden erscheint die Liste, und ich kann sofort scrollen und auswählen. Wenn das Update nichts weiter gebracht haben sollte, ich wäre dennoch zufrieden. Endlich kann ich wieder schnell auf meine Kontakte zugreifen und diese anrufen. Gut, sobald ich zurück zur Gruppenansicht gehe, vergehen immer noch einige Sekunden, bis ich eine andere Gruppe auswählen kann, aber im Vergleich zu vorher ist das schon ein ganz anderer Schnack.

Ähnliches gilt für die Fotosammlung. Die knapp 3000 Bilder stehen in der Sekunde zur Verfügung, in der ich die Anwendung aufgerufen habe. Das Scrollen geht nun auch bei langen Listen schnell.

In den nächsten Tagen werde ich ausführlich Safari und Mail testen, mal sehen, ob sich an der Stabilität auch etwas verbessert hat.

Zunächst aber kann ich das Update nur wärmstens empfehlen, weil es den ärgerlichsten Fehler des iPhones 3G behebt und das Gerät wieder deutlich „business-tauglicher” macht.

Update:
Nein, die neue Softwareversion behebt diese Fehler immer noch nicht richtig. Das Adressbuch ist nur nach einem Neustart wirklich schnell, später reagiert es wieder träge. Safari stürzt immer noch unregelmässig ab, wenn auch nicht mehr besonders häufig.

Also muß Apple da wohl noch mal ran.

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Twitter und Identi.ca

Twitter ist ja schon ein sehr interessantes Phänomen im Internet. Immer wieder fragen mich Bekannte, Freunde oder Kollegen, was es denn mit diesem Dienst auf sich habe. Ich tue mich schwer damit, eine griffige Begründung dafür zu finden, warum ein Service, der nichts anderes tut, als SMS-lange Nachrichten in einem Zeitstrahl sortiert darzustellen, so erfolgreich ist.

Gut, es gibt ja bei Twitter ein paar weitere Funktionen: Freunde hinzufügen, die einzelnen Nachrichten sortiert nach Freunden, Direktnachrichten und Antworten darstellen. Aber das wars auch schon. Selbst primitivste Blogsoftware bietet weitaus mehr Funktionen. Aber darin besteht ja auch der Reiz Twitters: Es ist so wunderbar einfach. Da steht eine simple Eingabeaufforderung: „What are you doing?” Und dann habe ich 140 Zeichen zur Verfügung, um Unsinn zu schreiben. Die Beschränkung auf das Wesentliche scheint den Erfolg dieses Simpel-Netzwerks zu sein.

Natürlich bleibt kein Dienst im Netz ohne Konkurrenz. Vor allem die Open-Source-Gemeinde ist ja stets eifrig dabei, freie Lösungen auf den Markt zu bringen, wo vorher nur einzelne Firmen ihre proprietären Produkte anboten.

Und während Twitter mit dem steigenden Erfolg auch mit wachsenden technischen Problemen zu kämpfen hat, konkurriert nun mit identi.ca auch ein sehr guter Klon davon im Netz. Allerdings mit einem sehr spannenden Unterschied: Während bei Twitter alle Nachrichten über einen eigenen Server verwaltet werden, gibt es bei identi.ca so eine zentrale Instanz nicht: Jeder hat die Möglichkeit, einen eigenen Server zu betreiben, der dann wiederum mit den restlichen abgeglichen wird.

Es ist eine lange und müßige Diskussion, wie man Open-Source-Software beurteilt, die erfolgreiche Konzepte kopiert, bevor die Unternehmen damit Geld verdienen konnten. Klar ist aber, daß Twitter damit einen starken Konkurrenten bekommt. Das zwingt zum Weiterdenken. Denn der Anfangserfolg war ja nichts, woraus Kapital geschlagen werden konnte. Privatpersonen, die nichts für den Dienst bezahlen, tauschen absurde Wortspiele, kurze Gedanken und spontane Wutausbrüche aus.

Was aber können Unternehmen aus diesem Phänomen lernen? Oder anders gefragt: Wann kommt der Corporate Twitter? Mit dem die IT-Abteilung kurz über die Verfügbarkeit bestimmter Anwendungen informiert? Und nur diejenigen Mitarbeiter, die diese Anwendung auch nutzen, „folgen” diesem Profil? Oder wann werden Gerüchte und Flurfunk über einen solchen Service gestreut? Das wäre zumindest ein Fortschritt gegenüber früher.

Ich glaube, dass der Erfolg von Twitter und Konsorten aber vor allem eines zeigt: Im heutigen Alltag werden viele Menschen nicht mehr mit den Informationen fertig, die auf sie einprasseln. Das E-Mail-Konto zeigt 200 ungelesene Nachrichten, im iChat sind zehn Fenster mit unbeantworten Unterhaltungsanfragen offen, das Telephon klingelt und eigentlich wollten sie doch nur diesen einen Blogeintrag schreiben.

Dennoch möchte niemand wichtige Informationen verpassen. Und da kommt ein solcher Dienst wie gerufen: Im Gegensatz zu Chat-Clients wie Skype oder iChat ist Twitter unverbindlich: Niemand kann sehen, ob ich on- oder offline bin. Ich kann antworten, muß aber nicht. Ich konsumiere die Information, die mich interessiert. Und muß mich vor allem nicht darum kümmern, die mich nicht interessierende Information zu löschen. Kurz: Dienste wie Twitter stören meinen Büroalltag nicht so stark wie ein Instant-Messenger, sie müllen mich nicht mit Dingen zu, die ich selbst löschen muß und sie geben mir Informationen zu Themen und von Menschen, die mich interessieren.

Und ich bin mir sicher, dass die Information auf den Punkt genau formuliert ist: Dafür sorgt schon die Begrenzung auf 140 Zeichen. Für einen alten Blogger übrigens eine ziemlich neue Erfahrung.

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Assoziationen im Internet

Wie mein Kollege Funke, der sich allerdings im Gegensatz zu mir nicht als „Early Adaptor” sieht, bin auch ich immer wieder an neuen Suchmaschinen interessiert. Nicht, dass ich besondere Bedenken bei Google hätte. Jedenfalls nicht, solange die Gründer noch den Laden schmeissen. Aber erstens sind die auch irgendwann weg und zweitens gibt es, das lehrt uns der Wilde Westen, immer einen, der schneller zieht. Oder besser sucht.

Ich stieß vor längerer Zeit dann auf die Metasuchmaschine Metager. Sie durchsucht deutschsprachige Suchmaschinen und speichert keine personenbezogenen Daten. Ein guter Ansatz. Mittlerweile gibt es schon die zweite Version dieses Angebotes.

Aber die von mir am häufigsten benutzte Funktion bei Metager war der Web-Assoziator.

Stellen Sie sich vor, Sie benötigen einen neuen Produkt- oder Firmennamen. Nachdem Sie also aus den Vorschlägen diejenigen aussortiert haben, die Sie für gut halten, beginnt nun das Grübeln: Was assoziieren Menschen eigentlich mit diesem Begriff? Metager hat dafür die passende Antwort. Einfach den Begriff beim Web-Assoziator eintippen und gespannt warten. Metager listet auf, welche Assoziationen im Web zu dem Begriff vorhanden sind.

Ein Beispiel. Zu SNAP werden folgende Assoziationen gefunden:
Zunächst Tools, Software und Server. Das paßt ja prima. Dann Windows, search und Vektor. Äh, ja. Etwas weiter unten dann Grass, Sunglasses und Lichtanlagen.

Gut, es gibt wohl nicht nur unser Unternehmen, das sich mit diesen vier Buchstaben schmückt.

Im unteren Drittel der Liste finde ich dann aber doch den Grund, warum ich diese Assoziationsmaschine sehr mag. Es werden assoziiert: „perfect”, „internet” und „services”.

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Kuhle Wampe

Ich gehöre nicht zu den Leuten, die man “Early Adopters” nennt. Mein Fernseher hat noch Röhren und zwar hätte ich gern ein iPhone, aber das geht nicht so weit, dass ich mir das kaufen würde. Und auch bei Software muss ich nicht sofort jede neue Version ausprobieren.
Eine Ausnahme war seinerzeit Google. Ein amerikanischer Freund gab mir den Tip, und so “googelte” ich schon lange als sich alle anderen noch mit Altavista oder wie die vergessenen Suchmaschinen sonst noch so hiessen zufrieden gaben.
Google hat gute Dienste geleistet, aber erstens ist Google inzwischen ein wenig zu mächtig, zweitens finde ich das selbstgewählte Motte “Don’t be evil” suspekt und drittens kann Gutes ja vielleicht noch besser werden.
All diese Gründe hätten mich normalerweise aber noch immer nicht dazu gebracht, die neue Suchmaschine “cuil” zu testen, wenn ich den Namen, nun, nicht “cool” finden würde. Cuil, sprich cool soll gälisch für Wissen stehen. Ein ausgezeichneter Name also, und er erinnert mich an einen meiner Lieblingsfilme: “Kuhle Wampe” von 1932. Den habe ich zwar noch nie gesehen, aber wie schlecht kann der bei so einem Titel sein?
Und wie ist cuil? Nun ja, ein kleiner Test mit “Arnold Bennett” (einem meiner Lieblingsschriftsteller) führte zu hervorragenden Ergebnissen und optisch sehr nett präsentiert.
In der Kritik heisst es aber, Cuil sei für den deutschen Raum quasi gar nicht zu gebrauchen. Also testete ich mit meinem eigenen Namen. Und sofort der erste “Hit” betraf tatsächlich mich. Da werde ich als Customizing Specialist zitiert. Sehr sympathisch. Bei Google dagegen ist Eintrag 35 oder so einer, der wirklich von mir spricht. Und mit einer kleinen Verfeinerung fand ich über Cuil sogar einen finnischen Blog-Eintrag über mich. Sehr spannend.
Das war kein objektiver Test, gebe ich zu, aber ich werde Cuil weiter im Auge behalten. Der Untertitel von Kuhle Wampe drückt es aus: Wem gehört die Welt?

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Core-Dump

Eine Woche Schulung. Das ist ja immer spannend. Noch spannender allerdings, weil es um das CoreMedia-CMS geht. Und CoreMedia auch gleich noch ihren besten Mann schickt. Aber vor allem ist es deswegen toll, weil es die Woche über drückend heiß ist und das Training im klimatisierten Konferenzraum durchgeführt wird.

Daher war es auch ziemlich ruhig hier die letzten Tage. Vier Beratern und mir wurden also in hoher Geschwindigkeit Wissensmengen in den Kopf gestopft. Glücklicherweise war ich der einzige, der nicht alle Details verstanden hat, was wohl auch damit zusammenhängt, dass ich kein Programmierer bin.

Interessanterweise waren die Konzepte, die hinter dem CoreMedia-CMS steckten, den Kollegen nicht neu: Bereits mit dem PrimeBase-Application-Server wurde ein ähnliches Modell damals von SNAP entwickelt. Und natürlich von genau den Leuten, die nun in der Schulung saßen.

Gut, etwas komplexer geht es dann bei CoreMedia sicherlich zu, wie wir im Verlauf der Woche feststellen durften.

Die Kollegen sind nun heiß auf Projekte. Oder eine neue Schulung. Im klimatisierten Konferenzraum.

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