Archive for Juni, 2008
Automatisches Anmelden
InDesign CS 3 und das K4-System ab Version 5.7 kamen mit neuen Funktionen heraus, die das Leben von uns Systemintegratoren einschneidend veränderten. InDesign unterstützt „EventScripting” und K4 erlaubt erstmals, K4-Funktionen über Scripts auszulösen. Nahezu jede Funktion in K4, die bisher manuell über Auswahl von Menüs und Ausfüllen von Dialogen angestoßen wurde, lässt sich jetzt „scripten”. Scripts können zum Beispiel alle Bilder eines Layouts einchecken oder Artikel aus einer Ausgabe ausschneiden und in eine andere einfügen.
Während bisher ein Script ausschließlich über das Klicken auf das Script in der Scripts-Palette aufgerufen wurde, so bedeutet EventScripting, dass ein Script über ein InDesign-„Event” ausgelöst wird. Ein solches Ereignis kann beispielsweise das Drucken einer Seite sein. Wird eine Seite gedruckt, kann ein Script eine zusätzliche Ebene mit Informationen anlegen und nach dem Drucken wieder löschen. Ein „Event” ist auch der Aufbau des Menüs beim Starten des Programms. Das lässt sich abfangen und der Scripter hat die Möglichkeit, eigene Menüs hinzuzufügen. (Übrigens sage ich absichtlich Script und nicht Skript und Scripts und nicht Skripten, obwohl das so im deutschen InDesign heißt - aber das wäre ein Thema für ein anderes Mal.)
Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. In der Praxis stößt man aber doch auf Grenzen, die es zu überwinden gilt.
Letzte Woche wollte ich ein Script schreiben, das dafür sorgt, dass ich beim Start von InDesign automatisch am K4-System angemeldet werde. Natürlich hat das Anmelden und die Eingabe eines Kennwortes seinen guten Sinn, aber lästig ist es doch, und besonders in den Fällen, wo ein Rechner mit einem K4-System ohne Benutzer arbeitet (MadeToPrint), sollte ein Neustart dazu führen, dass alles wieder funktioniert.
Das Anmelden per Script ist einfach genug:
app.k4LogIn(”rf”,”meinGeheimesKennwort”);
Das ist JavaScript-Syntax. (Auch AppleScript und VBScript sind möglich.) Kopieren Sie die Zeile in Textdatei, fügen Sie dabei Ihren Namen und Ihr Kennwort ein, sichern Sie die Datei als „autologin.jsx” und legen Sie die im Scripts/Scipts-Panel-Verzeichnis ihres InDesign-Programms (funktioniert auch mit InCopy) ab.
Klicken Sie in der „Skripten”-Palette auf autologin.jsx und Sie sind angemeldet. So weit, so gut. (Tatsächlich gehört noch zusätzlicher „Fehlerabfangcode” in das Script, denn Sie wollen keine hässliche Fehlermeldung sehen, wenn Sie schon angemeldet waren. Aber das führt zu weit.)
Aber damit sind wir nicht am Ziel, denn wir wollen ja sofort angemeldet sein, wenn InDesign startet. Nun gibt es im Scripts-Verzeichnis auch noch einen Ordner Startup-Scripts. Und tatsächlich, wie der Name vermuten lässt, werden Scripts in diesem Ordner von InDesign beim Start ausgeführt. Leider funktioniert das mit unserem Script nicht. Es sieht so aus, als wäre das K4-Plug-in noch nicht vollständig geladen, wenn InDesign die Startup-Scripts ausführt. Was tun?
Könnte man das Script an ein Event hängen? Auch hier blieben zunächst alle Versuche fruchtlos. Egal ob ich Menuaufbau-Event (des K4-Layout-Menüs) oder Menuaction-Event abfing, ob „onInvoke” oder „beforeDisplay”, immer bekam ich die K4-Meldung, dass eine Anmeldung nicht möglich sei.
Schließlich versuchte ich es mit einem „AfterNew”-Event. Das bedeutet, dass ein Script aufgerufen wird, wenn in InDesign ein neues Dokument angelegt wird. Und siehe da, ich bin angemeldet!
Die Lösung ist nicht besonders schön, funktioniert aber: Ein AppleScript-Programm startet InDesign, erzeugt ein neues Dokument und schließt es, ohne zu sichern.
activate “Adobe Indesign CS3″
tell application “Adobe InDesign CS3″
set temp to make document with properties {showing window:false}
close temp saving no
end tell
Voila. Dieses Programm liegt jetzt unter Startprogramme. Mit dem Einschalten des Rechners startet InDesign und meldet mich an. War doch gar nicht so schwierig.
Das AfterNew-Script (wie gesagt, gehört ins Startup Scripts-Verzeichnis) sieht so aus:
/***************************************************************************/
/* Projekt: */
/* Datei: AfterNew.jsx */
/***************************************************************************/
/* Datum: Wer: Was: */
/* 12.06.2008 RF Start */
/* © Snap Innovation
/* Script erzeugt “EventListener” für die Session.
/* Script soll im Start up Verzeichnis des Scripts-Ordner liegen
/********************************************************************/
#targetengine “session”
main();
function main(){
var myEventListener = app.addEventListener(”afterNew”, TryLogIn, false);
}
function TryLogIn(myEvent)
{
try
{
app.k4LogIn(”Name”,”password”);
}
catch(e){};
}
Web2Print
Ein Schlagwort geistert durch die Branche. Ich höre es auf der CeBit, auf der Drupa, auf der IFRA. „Wie können wir Web2Print betreiben?” Gut, die „2” sprechen die meisten Menschen, mit denen ich so geredet habe, nicht aus, aber es ist völlig klar, dass hier eine Vokabel benutzt wird, die vor allem Fragen aufwirft.
Was leistet Web2Print? Für wen lohnt sich das? Warum ist das ein neuer Trend?
Zunächst einmal bedeutet der Begriff ja nichts anderes, als diejenigen Inhalte, die zunächst für das oder im Web produziert wurden, auch in eine Drucksache zu integrieren.
Das typische Beispiel ist die Bestellung von Visitenkarten über das Netz. Hier wird im Netz eine Möglichkeit geboten, in bestehende Vorlagen Texte zu schreiben, die dann anschließend gedruckt werden.
Andere Beispiele für diese Ausprägung von Web2Print hört man seltener. Dabei sind hier ja noch viele weitere Möglichkeiten gegeben: Erstellen von Broschüren anhand des von einem externen Dienstleister erstellten CIs.
Kennen Sie diese Wälzer, die Designagenturen Ihnen mitgeben, nachdem für das Unternehmen ein Design entwickelt wurde? Und haben Sie nicht auch schon einmal verzweifelt einen solchen Ordner in der Hand balanciert, während Sie einfach nur eine kurze Produktinformation an Ihre Kunden schicken wollten?
Wenn aber die Vorlagen zentral abgespeichert werden und Ihnen online auf Abruf bereitstehen, so dass Sie nur noch Ihre Produktinformationen übernehmen müssen, dann kann das beträchtlich Arbeit sparen. Und mit der gewonnen Zeit können Sie dann die dadurch weniger beanspruchte Armmuskulatur beim Bierkrugstemmen trainieren.
Web2Print kann aber auch bedeuten, dass ich über das Web eine Möglichkeit bekomme, Texte direkt für beispielsweise meine Kundenzeitschrift zu schreiben. Dazu hat SoftCare einen Web-Editor geschaffen, der das zeilenverbindliche Arbeiten an Texten über das Web erlaubt.
Richtig interessant wird es dann, wenn die Druckausgabe und die Onlinewelt gemeinsam auf alle Inhalte zugreifen können, die in einem der Medien produziert wurden, also ein Unternehmen Online-Inhalte auch für die Bearbeitung von Magazinen, Zeitungen und Broschüren benutzen kann.
Ein Beispiel: Ein Redakteur schreibt einen Artikel, den er in einem Magazin zu veröffentlichen gedenkt. Er greift dazu auf seinen bereits im Netz erschienenen Blogeintrag zurück und erhält auch die Kommentare der Leser angezeigt. Diese Informationen kann er teilweise oder ganz für seinen Artikel übernehmen.
Ein Schlagwort, viele Deutungen. Natürlich ist das Thema Web2Print viel zu komplex, um es hier in allen Facetten darzustellen. Vielleicht haben Sie ja eine ganz andere Definition?
No commentsNeue Heimat für PrimeBase
PrimeBase Systems GmbH
Seit Jahren sprechen wir darüber, noch länger denken wir darüber nach, den Bereich PrimeBase von SNAP zu trennen. Die Situation bisher ist unglücklich, denn die PrimeBase-Kunden, die gleichzeitig Systemintegratoren von K4 sind, und die alle PrimeBase einsetzen, sind an anderer Stelle Mitbewerber von SNAP. Im sportlichen Wettbewerb um Kunden sind wir, so hoffe ich, immer fair geblieben. Die Situation war jedoch nicht immer einfach. Nun ist PrimeBase Systems GmbH unabhängig von der SNAP Innovation mit der Systemintegration.
PrimeBase Systems hat sich vorgenommen, das PrimeBase-System weiter zu entwickeln und den PrimeBase-Kunden weiter ein verlässlicher Partner zu sein. Dazu ist seit geraumer Zeit die Entwicklung einer PrimeBase-5-Version in Arbeit.
Und was soll Primebase 5 bringen?
Einfach gesagt, die Kompatibilität zum bisherigen System, jedoch auf neuer Technologie aufgebaut.
Mit PrimeBase 5 können
- Multiprozessorsysteme unterstützt werden,
- Größenbeschränkungen von Tabellen fallen weg und
- Referentielle Integrität wird unterstützt.
Grundsätzlich, ist PrimeBase 5 ein MVCC (Multi Versioning Concurrency Control)-System. Damit gehören Probleme, die bisher gelegentlich durch Table-locking auftraten, der Vergangenheit an.
Laut Plan will PrimeBase Systems die PrimeBase 5 im Herbst zur Produktion freigeben.
No commentsCP-Wissen
Die neusten Nachrichten aus dem Corporate-Publishing-Umfeld.
http://www.cpwissen.de/html/de/content/Websites/Home
No commentsSNAP entläßt ihre Kinder
Wir passen die Struktur der Firma SNAP unseren Zielen an.
Eines der Ziele ist es, auch in Bereichen, die bisher nicht als Kern wahrgenommen werden, weiteres Wachstum zu erreichen. Dazu trennen wir bisherige Geschäftsbereiche der SNAP Innovation Softwareentwicklungsgesellschft mbH zu einzelnen Unternehmen, die unabhängig agieren können.
Wir befassen uns mit einer großen Anzahl von Themen, die nicht alle direkt etwas miteinander zu tun haben. Im Einzelnen sind das:
- SNAP als Systemintegrator fürs Publishing,
- SNAP als Hersteller von Applikationen im Kundenauftrag,
- SNAP als Hersteller des PrimeBase-Datenbank-Systems,
- SNAP als Hersteller von Plugins für die MySQL-Datenbank, und nicht zuletzt
- SNAP als Entwickler eines Workspace-Kollaborationssystems TeamDrive.
In der täglichen Arbeit, bei Entwicklung, Kundensupport und Betrieb haben wir eine perfekte Ergänzung des Know-Hows der Mitarbeiter erreicht. In unserer Aussendarstellung haben wir über unterschiedliche Marken und unterschiedliche Web-Sites einzelne Abteilungen der Firma SNAP dargestellt.
Aber wir wollen weiter wachsen, und wir haben festgestellt, dass Beziehungen anderer Geschäftsbereiche dabei manchmal ein Hindernis sind. Durch Trennung in unterschiedliche Unternehmen bin ich der Überzeugung, dass die einzelnen Firmen jetzt handeln können, ohne zu viel über mögliche Nebenwirkungen auf andere Bereiche nachdenken zu müssen.
Die neu gegründeten operativen Firmen sind:
TeamDrive Systems GmbH, bisher PrimeSharing Deutschland GmbH
Herstellung und Vertrieb des TeamDrive-Workspace-Kollaborationssystems
www.teamdrive.net
PrimeBase Technologies GmbH
Herstellung und Vertrieb von Software für MySQL und Media-Streaming
wwww.primebase.org
PrimeBase Systems GmbH
Herstellung und Weiterentwicklung des klassischen PrimeBase-SQL-Datenbanksystems.
wwww.primebase.net
Sozusagen als Abschiedsgruss will ich in den folgenden Tagen und Wochen ein paar Worte zu den neugegründeten Unternehmen sagen.
No commentsCorporate Publishing und Blogs
Ein Firmenblog. Corporate Blog. Unternehmen schreiben Blogs. Eigentlich sind das ja Widersprüche in sich. Denn ein Blog ist ja vor allem eines: persönlich. Ein Blog kann nicht von PR-Abteilungen geschrieben werden, sondern nur von einzelnen Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben.
Die Wahrheit dahinter ist so banal wie überraschend: Ein Unternehmen besteht eben tatsächlich aus den Mitarbeitern. Und nicht aus der CI, den Richtlinien, den Abläufen. Nirgends wird dies so deutlich wie in einem Firmenblog. Wie offen ist das Unternehmen? Wie stellt man sich der Kritik? Zu welchen Themen hat man etwas zu sagen?
Wir, die Mitarbeiter der Firma SNAP Innovation, möchten diese Fragen beantworten. Wir möchten mit Ihnen über interessante Projekterfahrungen sprechen, mit Ihnen über neue Technolgien gerade im redaktionellen Umfeld diskutieren. Und vielleicht können wir Ihnen ja immer wieder mal den einen oder anderen Tip im Umgang mit Bildatenbanken sowie Redaktions- und Content-Management-Systemen geben.
Oder Sie uns?
SNAP und Frankfurt – da war doch mal was
Die Firma SNAP ist Ihnen bekannt? Aber Sie verbinden irgendwie noch etwas anderes mit dem Namen? Oder Sie haben nach etwas anderem gesucht und sind nun hier gelandet?
Gerade in Frankfurt ist der Name SNAP ja aus der Musikszene bekannt – zumindest denjenigen, die in den 90er Jahren in Diskotheken gegangen sind. Oder Radio gehört haben.
SNAP! wurde als Eurodance-Projekt im Jahre 1989 von Luca Anzilotti und Michael Münzing gegründet. Sie benutzten dabei die Pseudonyme Benito Benites und John Virgo III.
Interessanterweise trat als Gesicht der Gruppe vor allem der Rapper Turbo B. auf, obwohl gerade die weiblichen Background-Sängerinnen der Musik die besondere Note gaben. Am signifikantesten war dabei sicherlich Thea Austin bei „Rhythm Is A Dancer”.
Ihr Debüt gaben sie mit dem Song „The Power”, mit dem sie sofort international erfolgreich wurden. Sie begründeten damit die Musikrichtung der 90er, und auch die nachfolgenden Singles wie „Mary Had A Little Boy” oder „Rhythm Is A Dancer” waren weltweit große Erfolge.
Später schien der Gruppe die Ideen auszugehen, neuere Songs weisen stets die bekannten Muster auf und sind international kaum noch erfolgreich.
Entsprechend sollte darauf hingewiesen werden, dass die Namensgleichheit zu unserem Unternehmen reiner Zufall ist.
Jetzt auch SNAP mit einem Blog
Nachdem sich SNAP in den vergangenen Jahren auf das Print-Publishing konzentriert hat und dabei sehr erfolgreich war und ist, wollen wir bei SNAP in Zukunft auch in anderen Bereichen konzentriert Produkte und Dienstleistungen anbieten.
SNAP will seine Erfolge auf das Online Publishing ausdehnen.
Dies geht am besten, indem man die Software und Produkte selbst einsetzt, die man seinen Kunden empfiehlt. Deswegen haben wir uns entschlossen, selbst einen Corporate-Blog zu starten. Ich bin sehr gespannt darauf, ob und wie wir ein solches Instrument einsetzen können.
Ich will den SNAP-Blog nutzen, um neue Richtungen innerhalb von SNAP zu erläutern und allgemeine Fragestellungen zu erörtern. Ich glaube, dass dadurch viel besser verständlich wird, was SNAP in Zukunft plant und welche Gründe zu diesen Planungen führen. Interessant finde ich den demokratischen Ansatz ‘one man one vote’. Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten können innerhalb des SNAP-Blogs öffentlich kommentieren und diskutieren.
Also, warum kann SNAP sich auch im Online Publishing einen Namen machen?
SNAP hat vor 4 - 5 Jahren einige interessante Projekte im Onlinebereich durchgeführt. Neben E-paper und für Kunden realisierte CMS- und Asset-Management-Systeme haben wir z.B. das DVD-Verleih-Portal Amango realisiert. Alle diese Projekte wurden damals auf der selbst entwickelten Technologie-Plattform PrimeBase realisiert und sind zum großen Teil heute noch in Betrieb.
Nachdem das Produkt PrimeBase jedoch gegenüber Java, php und MySQL keinen erheblichen Marktanteil erreichen konnte, bieten wir Produkte und Dienstleistungen auf allen gängigen Internet-Technologie-Plattformen an. Produkte werden von unterschiedlichen Herstellern sein.
Ich glaube, unser Ansatz, besonders sorgfältig bei der Auswahl der Mitarbeiter zu sein, die in ihrem Gebiet sehr kompetent sind, und ihnen eigenverantwortliches Handeln zuzutrauen, ist das Erfolgsrezept. Das für kompetente und motivierte Mitarbeiter einen besonderen Reiz. Gleichzeitig werden dadurch unsere Kunden durch die besten Mitarbeiter betreut.
Viel Erfolg für unsere Onliner.
Ich bin sicher, dass wir bei SNAP online ebenso erfolgreich wie offline sein werden.
