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Archive for the 'Online' Category

Der Newsroom der TU Dortmund

Auch wenn ich auf der einen oder anderen Veranstaltung schon wieder höre, daß das Web 3(!).0 schon längst wieder Schnee von gestern und das Thema Cross-Media ja längst veraltet sei, so freue ich mich doch darüber, die Fortschritte bei einem der spannendsten SNAP-Projekte zu beobachten: Beim Unified Newsroom der TU Dortmund.

In der ersten Phase wurde die Zeitungsproduktion optimiert. Gut, das war in der Tat keine Pionierleistung, aber eben eine wichtige Vorbereitung für die Zusammenführung der einzelnen Bereiche. Parallel zu unserem (techniklastigen) Projekt wurde die Architektur des neuen Gemeinschaftsraumes für die Angehörigen der unterschiedlichen Redaktionsteams aus Fernsehen, Online, Radio und Print entworfen, damit nicht nur die Software abbildet, wie künftig Journalisten zusammenarbeiten werden. Damit neben der Vernetzung über Rechner auch persönliche Kontakte zwischen denjenigen entstehen, die sich früher höchstens per Zufall in der Mensa über den Weg liefen.

Nun ist aber auch ein weiterer Meilenstein in der Softwareentwicklung erreicht. Die Themenplanung, die übergreifend über die verschiedenen Ausgabekanäle (also Web-Fernsehen, Radio, Zeitung, Website) zunächst einmal erfaßt, welche Themen überhaupt aktuell anliegen.

Redakteure können somit beauftragt werden, einen Artikel für Web und Print zu verfassen, während ein anderes Team eine Fernsehsendung dazu anfertigt. Und beide Parteien wissen, was die jeweils andere gerade erstellt. So kann beispielsweise das Fernsehteam auf den Bericht in der Zeitung zugreifen, während in der Online-Ausgabe ein Hinweis auf die Sendung erscheinen kann. Und dank der semantischen Engine wird parallel jedem recherchierenden Benutzer auch noch angezeigt, was zu dem Thema im Archiv und in der Blogwelt los ist.

Im nächsten Schritt werden wir dann die Online-Plattform aufbauen. Dann werden die Fernsehsendungen auch im Internet abrufbar, ebenso wie die Radiosendungen. Aber mehr davon später: wenn es denn fertiggestellt ist.

Und auch wenn unsere Branche natürlich auf Veranstaltungen und Vorträgen schon die Visionen von übermorgen als längst durchführbar propagiert, so ist es doch schön, einmal ein solches Gesamtprojekt funktionieren zu sehen.

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CeBit 2009

Hannover in vollen Zügen genießen

Direkt hinter der Webciety09 war unser Stand. Also merkte ich nicht viel davon, daß die CeBit schlecht besucht sein sollte. Sicherlich: Ungenutzte Flächen waren zu bemerken, die mit ein paar Bäumen nicht besonders malerisch ausgekleidet waren. Green-IT nannte ich das; während der Messe findet man sowas wohl witzig.

Bereits am ersten Tag war aber schon abzusehen, daß die Tage schnell vergehen würden. Die Integration des Redaktionssystems K4 mit dem CMS von CoreMedia durfte ich jedenfalls schon am ersten Tag das eine oder andere Mal vorstellen. Ich bekam auch einige Anregungen, wie wir die Integration noch weiter verbessern könnten. Beispielsweise durch das Anzeigen der CoreMedia-Preview innerhalb von Adobe-Paletten.

Wie groß die Bedeutung dieser Integration ist, läßt sich übrigens sehr schön bei Thomas Knüwer nachlesen: Er beschreibt genau das Problem, das ein Journalist hat, wenn er verschiedene Werkzeuge benutzen muß.

Gut angekommen ist die Möglichkeit, sich innerhalb des Redaktionssystems ansehen zu können, wie der fürs Web geschriebene Artikel, den ein Redakteur nun für die gedruckte Ausgabe nachbereitet, eigentlich bewertet wurde und wie erfolgreich er im Netz war. Gerade die Information Seitenaufrufe und Bewertung geben dem Redakteur ja wertvolle Hinweise darauf, was er mit dem Artikel tun sollte.

Außerdem bemerkte ich ein großes Interesse an unserem Projekt in der TU Dortmund, wo die zentrale Nachrichtenredaktion schon etwas weiter fortgeschritten ist: Radio, TV, Online und Print werden hier über ein System geplant.

Aber das dürfte für die heutigen Redaktionen im Alltag durchaus noch Zukunftsmusik sein.

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CeBit 2009

Dieses Jahr werde ich mich also wieder einmal auf die CeBit begeben. Der SNAP-Stand  wird in Halle 6 (Stand J 042) stehen, als Teil des CoreMedia-Gemeinschaftsstandes.

Was stellen wir auf der CeBit vor?

Auf der CeBit werden wir die Lösung vorstellen, die wir im Projekt mit der Technischen Universität Dortmund entwickelt haben:  Den Unified Newsroom.

Was bedeutet das konkret?

Immer häufiger hört man ja die Frage, wie das sich denn nun mit Online und Print verhielte, bzw. ob es sinnvoll sei, Redakteure beider Bereiche irgendwie zu integrieren. Und das ist eine Frage, die natürlich nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch gelöst werden kann.

In Dortmund geht man einen Schritt weiter. Die Journalistenausbildung dort erfolgt kanal-unabhängig, d.h. es werden in der Redaktionskonferenz zunächst einmal Themen geplant. Nicht Ausgabekanäle.

Bei der Recherche wird dem Redakteur angezeigt, welche Inhalte es zu dem Thema, an dem er schreibt, bereits gibt: Fernsehbeiträge, Radiosendungen, Bilder, Artikel. Er kann auf all diese Objekte zugreifen, um beispielsweise einen TV-Stream in seinen Online-Artikel einzubauen, Bilder aus dem Archiv zu seinem Print-Artikel hinzuzufügen, bereits geschriebene Artikel als Basis zur Vertonung im Radio sichten.

Auf der CeBit werden wir also gemeinsam mit unserem Partner Digital Collections zeigen, wie eine gemeinsame Themenplanung funktioniert. Wir werden demonstrieren, wie Artikel mit Adobe-Clients und dem Redaktionssystem K4 von vjoon für Web und Print gleichermaßen aufbereitet werden können. Auf Basis des CoreMedia-Starter-Kits zeigen wir die Auslieferung der  Inhalte im Web, komplett mit Bewertungs- und Kommentarfunktion.

Kurz gesagt: Wir wollen Ihnen zeigen, wie die Zukunft des Publizierens aussieht. Wenn Sie sich das anschauen wollen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Gerne laden wir Sie zu uns auf den Stand ein.

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StarCast und Dubai

Ideal zum Rauchen

Einer unserer Kunden, die Firma VeriLogix aus Los Angeles, hat auf Basis der PrimeBase-Komponenten eine sehr spannende Lösung entwickelt: StarCast, eine Online-Plattform zur Unterstützung von Schulungen, speziell entwickelt für Unternehmen aus dem medizinischen und pharmazeutischen Umfeld. Mit der Anwendung werden Hersteller komplexer Produkte in die Lage versetzt, alle ihre Schulungsmaßnahmen auch online durchzuführen. So gibt es jeweils ein Modul für den Außendienst, die Distributoren sowie die Kunden. Neben dem Hochladen von Folienvorträgen, die schnell und einfach vertont werden können, bietet StarCast auch Funktionen zur Erfolgskontrolle und Live-Konferenzen (mit Archivierung) an.

SNAP hat die Distribution für Europa übernommen und erweitert damit das Dienstleistungsangebot im Bereich Online-Medien.

Für mich ist das ein guter Grund, der Kälte in Deutschland eine Woche lang zu entfliehen und mich in der arabischen Metropole Dubai auf der Arab Healt 2009 umzusehen und mit Interessenten zu sprechen. Und so flanierte ich in den Messehallen umher, die sich so gar nicht von anderen Messehallen in anderen Städten unterscheiden, und evaluiere das Interesse europäischer Unternehmen an StarCast.

Und das Interesse ist groß: Es gibt keine andere Lösung, die so speziell auf die Medizinbranche zugeschnitten ist, bereits FDA-, ISO- und TÜV-zertifiziert ist und ohne Vorkenntnisse schnell einsetzbar ist. Alle Unternehmen, mit denen ich spreche, haben nämliche dasselbe Problem: Die Schulungsteilnehmer haben höchst unterschiedliche Wissenstände, die Trainer können sich nicht klonen – und die Erfolgskontrolle ist mäßig.

Ich halte mich häufig im deutschen Pavillon auf, und tatsächlich könnte man glauben, auf der Medica in Düsseldorf zu sein. Die Krise scheint auch Dubai erreicht zu haben, so daß hier die Unternehmen leider ziemlich unter sich bleiben, dafür aber auch gerne bereit sind, über die Bedürfnisse des hiesigen Marktes in bezug auf Online-Schulungen zu sprechen.

Wie es sich für eine medizinische Veranstaltung gehört, besteht innerhalb der Hallen Rauchverbot, wie es aber in dieser Branche auch üblich ist, sind 2/3 der Aussteller und Besucher Raucher. Richtig voll wird es normalerweise im Außenbereich, der sich nur zur Mittagszeit etwas leert; zu diesem Zeitpunkt habe ich dann auch das Foto schießen können.

Zur Stadtbesichtigung bleibt nicht viel Zeit, aber das ist auch gar nicht nötig. Dubai kann man sich gut innerhalb einer Stunde ansehen. Hochhäuser, Staus, dafür ab 2200h leere Straßen. Und Araber, die heimlich in der großen Limousine Alkohol trinken, weil sie es ansonsten ja nicht dürfen.

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Eine Art LDAP für Metadaten?

Wir sitzen bei CoreMedia und diskutieren über Metadaten. Natürlich nicht auf diese philosophische Art, wie man das zumeist auch erst nach Feierabend macht. Sondern haben ein grundlegendes Problem beim Verwenden von Metainformationen besprochen:

Werke jeglicher Art, seien es Videos, Bilder oder Texte, werden mit Metadaten versehen. Völlig klar.

So werden beim Erstellen von Artikeln innerhalb eines Redaktionssystems Informationen wie der Name des Autors, Länge des Textes, und viele weitere Informationen gespeichert, damit dieser Artikel leichter verwaltet werden kann. Diese Informationen liegen meist in einer zentralen Datenbank. Ein an sich vernünftiges Prinzip. Aber was passiert, wenn diese Daten dann an ein anderes System übergeben werden? Oder an mehrere?

Beispielsweise soll der oben erwähnte Artikel nun auch im Web publiziert werden. Also wird er an ein Content-Management-System übergeben. Dabei werden einige Metainformationen ebenfalls übergeben, aber natürlich nicht alle.

In der Zwischenzeit ist die gedruckte Ausgabe abgeschlossen und soll nun aus dem Produktionssystem gelöscht werden. Dazu wird der Artikel aus dem System exportiert und archiviert, denn er soll natürlich weiterhin gefunden werden.

Ein halbes Jahr später. Gegen den Artikel wurde juristisch vorgegangen und dummerweise auch noch zu recht. Das kann vorkommen. Wer weiß jetzt noch, an welche Systeme er denken muß, wenn er den Artikel unternehmensweit sperren möchte?

Er muß in unserem einfachen Beispiel „nur” an das CMS und ans Archivsystem. Vielleicht gibt es aber auch noch eine Bilddatenbank, in der ein zum Artikel gehörendes Bild liegt, welches ebenfalls gesperrt werden muß? Und was passiert, wenn dieser Artikel nun in mehreren Publikationen im Konzern benutzt wurde?

Mir kam bei der Diskussion so der Gedanke, daß das Problem eigentlich sehr ähnlich dem der Benutzerrechte vor Einführung von LDAP sein könnte. Es fehlt eine zentrale Unternehmensdatenbank, in der solche Informationen, die über Systemgrenzen hinweg wichtig sind, gespeichert werden können. In der jede Anwendung Informationen darüber findet, ob Artikel juristisch unbedenklich sind, welche Rechte an Bildern das Unternehmen eigentlich hat, wann diese Rechte auslaufen und so weiter.

Damit ein Administrator wirklich nur noch in einem System den Vermerk „Artikel darf nicht mehr verwendet werden” oder „Bildrechte abgelaufen” setzen muß und sicher sein kann, daß diese Inhalte dann auch wirklich nicht mehr verwendet werden.

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Best Practice for Corporate Publishing: Hamburg

Hühnerposten Eventlocation

Die erste Veranstaltung in einer Reihe ist natürlich besonders spannend: Haben wir die Zeit richtig kalkuliert? Sind die Vorträge spannend? Bringen sie den Zuhörern einen Mehrwehrt? Und vor allem: Reichen die Häppchen?

Der Moderator fliegt aus Ibiza ein, direkt aus dem Urlaub. Erholt sieht er aus, trotz des turbulenten Fluges. Sein Sakko scheint er auch eher aus pragmatischen Gründen gewählt zu haben. Es ist aus knitterfreiem Stoff.

11:00 Uhr. Erster Schock: Meine Präsentation kann ich so nicht halten. Alles, was in irgendeiner Weise grün ist, stellt der Projektor völlig unleserlich dar. Also neues Farbschema für die Tag-Clouds machen. Es ist ja noch Zeit.

12:00 Uhr. Mist. Farbschema ändern geht nicht, ich habe ja die Tag-Clouds nicht gespeichert. „Brauche ich ja nur einmal,” muß ich mir gedacht haben. Aber ich habe ja noch Zeit.

13:00 Uhr. OK, ich habe jetzt den ganzen Text nochmal eintippen müssen. Ich glaube, es sieht gut aus. Kurze Rückfrage. „Du hast ja noch Zeit, also… da würd ich nochmal ran.”

13:30 Uhr. In einer halben Stunde ist Einlaß. Ein Besucher ist bereits eingetroffen. Immerhin scheint die Präsentation jetzt in Ordnung zu sein.

14:30 Uhr. Wir starten. Pünktlich. Bei fast allen Vorträgen kommt es zu interessanten Diskussionen. Die erste Pause kommt spät. Vor allem für mich als Raucher.

18:00 Uhr. Etwas zu spät, aber noch ziemlich im Rahmen, beginnen wir mit dem Buffet. Die Zeitplanung stimmte also. Den Zuhörern scheint es auch gefallen zu haben, jedenfalls sind die Rückmeldungen durchweg positiv.

18:45 Uhr. Mir fällt ein, daß ich doch unbedint Fotos machen wollte, um meinen Blogeintrag zu illustrieren. Aber irgendetwas muß man ja bei der zweiten Veranstaltung besser machen können.

20:30 Uhr. Der letzte Gast ist gegangen. Ich schnappe mir ein Lachs-Sushi. Die Häppchen haben ausgreicht.

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Der fast fertige Vortrag

Morgen geht es los: Die Veranstaltungsreihe „Best Practice for Corporate Publishing 2008” startet in Hamburg. Im Hühnerposten. Wie auch der Fachverband Medienproduktioner berichtet, werden ab 14.00 Uhr Kunden, Partner und SNAP Prozesse und Lösungen für das Corporate Publishing vorstellen.

Wie das eben so ist, wird es am Tag vorher nochmal hektisch. Ich beispielsweise kam auf die glorreiche Idee, mein Präsentationskonzept komplett über den Haufen zu werfen, zumindest, was die Gestaltung betrifft. „Ist ja nicht so schlimm,” dachte ich am Sonntag, der Vortrag an sich ist ja fertig, ich ändere nur die begleitenden Folien. Weniger Text, mehr Grafik, etwas web-orientierter.

Sechs Stunden später gucke ich mir die fertigen Folien an. Doch, gelohnt hat es sich. Glaube ich. Aber das können Sie ja morgen persönlich beurteilen.

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iPhone: Die 10 wichtigsten Programme


Eine der besten Ideen Apples war meines Erachtens die, Drittanbietern zu erlauben, eigene Programme für das iPhone zu entwickeln. Im Lieferzustand bringt es zwar eine Menge nützlicher und wichtiger Funktionen mit, aber eine mindestens genauso große Menge fehlen.

Nach der ersten Eingewöhnungsphase und dem Herumexperimentieren mit Updates, Programmen und weiteren Updates kann ich nun beurteilen, welche Produkte für mich wirklich sinnvoll sind.

1. DataCase (5,49 Euro)
Macht aus dem iPhone sozusagen einen drahtlosen USB-Stick. DataCase ermöglicht es, eine beliebige Ordnerstruktur auf dem Gerät anzulegen und darauf über FTP, AFP oder http zuzugreifen. Über Bonjour wird das iPhone direkt im Finder als Netzgerät erkannt.

Außerdem bietet DataCase gleich noch eine Vorschau für verschiedene Dateitypen an.

2. Recorder (0,79 Euro)
Eine simple Diktiergerätfunktion. Das Programm nimmt über den Lautsprecher auf und stellt die Audiodatei sowohl lokal auf dem iPhone als auch über einen WLAN-Sync zur Verfügung.

3. AroundMe (kostenlos)
Ein digitaler Reiseführer, der von der GPS-Funktion Gebrauch macht. Die Anwendung zeigt Banken, Restaurants, Bars und Kneipen, Cafés, Tankstellen, Krankenhäuser und Apotheken, Hotels, Kinos und Theater, Supermärkte, Parkplätze, Taxistände und allgemeine Sehenswürdigkeiten in der Umgebung meiner aktuellen Position dar. Tatsächlich funktioniert das zumindest in Hamburg hervorragend. Andere Städte konnte ich noch nicht ausprobieren.

Für Auslandsreisende natürlich ein absolutes Muß.

4. ShoZu(kostenlos)
ShoZu war in der ersten Version ein Programm zum Hochladen von Bildern zu verschiedenen Netzwerken und Diensten wie Facebook, Flickr und Konsorten. Mittlerweile ist es ein vollwertiger Microblogging-Client für Twitter, ein umfassendes Verwaltungsprogramm für „social Networks” und gut funktionierendes Blog-Werkzeug, unter anderem auch für Wordpress.

5. Barcode (kostenlos)
QR-Codes und DataMatrix-Codes werden ja immer häufiger in Zeitungen und in der Werbung eingesetzt. Diese Codes machen die Eingabe einer URL unnötig: Einfach über Barcode Photographieren und die dahinterliegende Website wird aufgerufen.

6. ToDo (kostenlos)
Ein einfaches Aufgabenverwaltungsprogramm, das übersichtlich Listen mit Inhalt erstellen läßt. Gut geeignet für einfache Projekte und Einkaufslisten.

7. AIM oder IM+ (kostenlos)
Natürlich ist es äußerst mühsam, Unterhaltungen über das iPhone zu führen. Aber irgendwie ist es schon ganz nett. Nach der ersten Euphorie stellte ich dann natürlich schon fest, daß ich diese Instant Messenger nicht mehr sehr oft benutze, zumal sie ja nur dann laufen können, wenn sie geöffnet sind. Das iPhone kann (außer Telefon und iPod) keine Anwendungen im Hintergrund laufen lassen.

8. Shazam (kostenlos)
Ich höre ein Lied im Radio, das ich nicht kenne. Mit Shazam nicht mehr: Nach kurzem Anhören bekomme ich Interpret und Liednamen angezeigt, mit der Option, das Lied bei iTunes zu kaufen.

9. Last.fm (kostenlos)
Dieses Radioprogramm erzeugt individuelle Radiosender nach meinem Musikgeschmack. Am einfachsten geht das, wenn ich einen Interpreten eingebe, der mir gut gefällt. Last.fm spielt dazu passende Stücke anderer Musiker. Nach einiger Eingewöhnungszeit bekomme ich auch Stationen vorgeschlagen, die zu meinem Musikgeschmack passen.

Ich werde mal beobachten, ob Genius diese Anwendung überflüssig macht.

10. Twittelator (kostenlose Version)
Wenn man sich für Twitter interessiert, möchte man das ja auch gerne mobil tun. Twittelator ist ein gut funktionierender Client, der kostenfrei ist. Nachdem nun aber ShoZu diese Funktion auch bietet, ist die Notwendigkeit für ein weiteres Twitter-Werkzeug aber nicht mehr da.

Über die von mir am häufigsten aufgerufenen Anwendungen (Spiele) schweige ich mich jetzt mal aus. Ist ja ein seriöses Blog hier, also wirklich.

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Veranstaltungsreihe: Die Vorbereitung

„Ein kleines Video bräuchte man noch,” finden wir, als wir uns über die geplante Workshopreihe „Best 4 Corporate Publishing” unterhalten, „am besten eines, das von Herrn Schmitz gesprochen wird.”

Das kann ja nicht so lange dauern, also reservieren wir uns einen Vormittag, besuchen Herrn Schmitz in seiner Agentur, bauen Stativ und Kamera auf und legen einen Text vor, der uns allen schriftlich gut gefallen hat. Schmitz beginnt und nach wenigen Minuten ist klar: So funktioniert das nicht. Der Text ist zu lang, es fehlt die Pointe.

Eine halbe Stunde später. „Immerhin haben wir genug Outtakes fürs Blog zusammen,” fasse ich die bisherigen Ergebnisse zusammen, „und Übung beim Vorlesen hast du jetzt auch.”

Wir streichen einiges zusammen, versuchen, die Aussagen etwas pointierter zu formulieren. Eine weitere halbe Stunde vergeht, dann wagen wir einen neuen Versuch. Es scheint zu klappen. Schmitz ist in Hochform. „Oh Mist, der iMac ist im Bild.” Also nochmal.

Nach weiteren zehn Minuten haben wir wieder einige Outtakes zusammen, aber noch immer kein Video für die Website.

„Vielleicht sollten wir noch ein bißchen Bullshit-Bingo einbringen!” Eine grandiose Idee! Einfach ein paar von den Sätzen, die keiner mehr hören kann, in die Ansprache einbauen. Workflow Optimization, Production Cost minimizen, Total Quality Output. Irgendwie möchte ich gerne noch das Wort leveragen reinbringen, aber das passt nicht ins Konzept. „Wir müssen das Ganze aber noch auflösen, sonst glauben die Zuschauer vielleicht am Ende gar, dass wir so einen Unsinn ernst meinen. Schließlich gibt es ja durchaus einige Menschen in der Branche, die wirklich so reden.” Der Kameramann hat Recht. Aber die Pointe ist natürlich nur halb so lustig, wenn sie erklärt wird.

Am Ende entscheiden wir uns dafür, mit dem Satz „die Antworten auf deutsch erfahren sie im Workshop” und ich glaube, die feine Ironie, dass wir das Wort Workshop benutzen, fällt in diesem Moment nur mir auf.

Für mich war es die erste Videoproduktion. Und nun verstehe ich auch, warum selbst ein kurzer Clip in der Produktion so viel Zeit verschlingt. Nächstes Mal werde ich auf jeden Fall mehr Zeit einplanen, damit wir die Audiospur getrennt aufnehmen können.

Outtakes folgen kommende Woche.

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Twitter und Identi.ca

Twitter ist ja schon ein sehr interessantes Phänomen im Internet. Immer wieder fragen mich Bekannte, Freunde oder Kollegen, was es denn mit diesem Dienst auf sich habe. Ich tue mich schwer damit, eine griffige Begründung dafür zu finden, warum ein Service, der nichts anderes tut, als SMS-lange Nachrichten in einem Zeitstrahl sortiert darzustellen, so erfolgreich ist.

Gut, es gibt ja bei Twitter ein paar weitere Funktionen: Freunde hinzufügen, die einzelnen Nachrichten sortiert nach Freunden, Direktnachrichten und Antworten darstellen. Aber das wars auch schon. Selbst primitivste Blogsoftware bietet weitaus mehr Funktionen. Aber darin besteht ja auch der Reiz Twitters: Es ist so wunderbar einfach. Da steht eine simple Eingabeaufforderung: „What are you doing?” Und dann habe ich 140 Zeichen zur Verfügung, um Unsinn zu schreiben. Die Beschränkung auf das Wesentliche scheint den Erfolg dieses Simpel-Netzwerks zu sein.

Natürlich bleibt kein Dienst im Netz ohne Konkurrenz. Vor allem die Open-Source-Gemeinde ist ja stets eifrig dabei, freie Lösungen auf den Markt zu bringen, wo vorher nur einzelne Firmen ihre proprietären Produkte anboten.

Und während Twitter mit dem steigenden Erfolg auch mit wachsenden technischen Problemen zu kämpfen hat, konkurriert nun mit identi.ca auch ein sehr guter Klon davon im Netz. Allerdings mit einem sehr spannenden Unterschied: Während bei Twitter alle Nachrichten über einen eigenen Server verwaltet werden, gibt es bei identi.ca so eine zentrale Instanz nicht: Jeder hat die Möglichkeit, einen eigenen Server zu betreiben, der dann wiederum mit den restlichen abgeglichen wird.

Es ist eine lange und müßige Diskussion, wie man Open-Source-Software beurteilt, die erfolgreiche Konzepte kopiert, bevor die Unternehmen damit Geld verdienen konnten. Klar ist aber, daß Twitter damit einen starken Konkurrenten bekommt. Das zwingt zum Weiterdenken. Denn der Anfangserfolg war ja nichts, woraus Kapital geschlagen werden konnte. Privatpersonen, die nichts für den Dienst bezahlen, tauschen absurde Wortspiele, kurze Gedanken und spontane Wutausbrüche aus.

Was aber können Unternehmen aus diesem Phänomen lernen? Oder anders gefragt: Wann kommt der Corporate Twitter? Mit dem die IT-Abteilung kurz über die Verfügbarkeit bestimmter Anwendungen informiert? Und nur diejenigen Mitarbeiter, die diese Anwendung auch nutzen, „folgen” diesem Profil? Oder wann werden Gerüchte und Flurfunk über einen solchen Service gestreut? Das wäre zumindest ein Fortschritt gegenüber früher.

Ich glaube, dass der Erfolg von Twitter und Konsorten aber vor allem eines zeigt: Im heutigen Alltag werden viele Menschen nicht mehr mit den Informationen fertig, die auf sie einprasseln. Das E-Mail-Konto zeigt 200 ungelesene Nachrichten, im iChat sind zehn Fenster mit unbeantworten Unterhaltungsanfragen offen, das Telephon klingelt und eigentlich wollten sie doch nur diesen einen Blogeintrag schreiben.

Dennoch möchte niemand wichtige Informationen verpassen. Und da kommt ein solcher Dienst wie gerufen: Im Gegensatz zu Chat-Clients wie Skype oder iChat ist Twitter unverbindlich: Niemand kann sehen, ob ich on- oder offline bin. Ich kann antworten, muß aber nicht. Ich konsumiere die Information, die mich interessiert. Und muß mich vor allem nicht darum kümmern, die mich nicht interessierende Information zu löschen. Kurz: Dienste wie Twitter stören meinen Büroalltag nicht so stark wie ein Instant-Messenger, sie müllen mich nicht mit Dingen zu, die ich selbst löschen muß und sie geben mir Informationen zu Themen und von Menschen, die mich interessieren.

Und ich bin mir sicher, dass die Information auf den Punkt genau formuliert ist: Dafür sorgt schon die Begrenzung auf 140 Zeichen. Für einen alten Blogger übrigens eine ziemlich neue Erfahrung.

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